Starkes Programm für Ländliche Entwicklung voll ausfinanziert

BM Patek

Norbert Totschnig
Bundesminister
Land- und Forstwirtschaft,
Klima- und Umweltschutz,
Regionen und Wasserwirtschaft

Unsere bäuerlichen Familienbetriebe in der Land- und Forstwirtschaft sind eine zentrale Säule unserer Gesellschaft. Sie garantieren Versorgungssicherheit mit re- gionalen, hochqualitativen Lebensmitteln, liefern erneuerbare Energien und prägen unsere Kulturlandschaft. Der Grüne Bericht informiert jährlich über die strukturelle und wirtschaftliche Situation und Entwicklung der österreichischen Land- und Forstwirtschaft.

Mit dem Abschluss des Programms für Ländliche Entwicklung LE 2014-2022 im Jahr 2025 ist es uns gelungen, eine beeindruckende Bilanz zu ziehen. Bei einem Gesamt- volumen von rund 10,5 Milliarden Euro an öffentlichen Mitteln war es das größte Förderprogramm für den ländlichen Raum in der Geschichte unseres Landes. Die ausbezahlten Förderungen sind ein starkes Zeichen für unsere bäuerlichen Familien- betriebe, unsere Regionen und unsere Umwelt.

Der leicht positive Trend in der Einkommensentwicklung für die Bäuerinnen und Bauern, der sich bereits im Vorjahr abzeichnete, hielt 2025 an. Entscheidend dazu beigetragen haben die positiven Entwicklungen am Markt, allen voran höhere Er- zeugerpreise und Produktionsausweitungen in der Milchwirtschaft und Rinderhaltung, höhere Erntemengen bei Getreide und Ölfrüchten, der verstärkte Holzeinschlag sowie erhöhte Zahlungen im Agrarumweltprogramm ÖPUL. Für das Jahr 2026 zeichnet sich aufgrund der anhaltenden Dürre und Trockenheit sowie der hohen Betriebsmittel- kosten eine rückläufige Einkommensentwicklung in der Land- und Forstwirtschaft ab.

Umso wichtiger war es, in den Budgetverhandlungen spürbare Entlastungen für die Landwirtschaft zu erreichen. Mit dem Doppelbudget 2027/28 wurden die Agrar- dieselrückvergütung gesichert und vorgezogen sowie die GAP-Mittel für ÖPUL und die Bergbauernförderung in vollem Umfang fortgeführt. Auch für die Forstwirtschaft konnte mit dem Resilienzpaket ein starkes Nachfolgemodell des Waldfonds auf den Weg gebracht werden. Damit stehen weiterhin Mittel für zentrale Maßnahmen wie die Wiederaufforstung und den Umbau zu klimafitten Wäldern zur Verfügung.

Das heurige Jahr ist von den Vereinten Nationen zum „Internationalen Jahr der Bäuerin“ erklärt worden. Mit 36 Prozent weiblichen Betriebsführerinnen sind wir im EU-Vergleich im Spitzenfeld und weitere 12 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe werden partnerschaftlich geführt. Frauen spielen damit in der unserer Land- und Forstwirtschaft eine entscheidende Rolle. Sie sind innovativ, packen dort mit an, wo Hilfe nötig ist und halten mit ihrer Flexibilität und ihrem Arbeitseinsatz Familie, Hof und den ländlichen Raum am Laufen. Wo Bäuerinnen anpacken, zeigen sich Ideen- reichtum, Innovationsstärke und Mut. Ich freue mich daher ganz besonders, dass im Grünen Bericht 2026 die Bäuerinnen vor den Vorhang geholt werden.

Wie jedes Jahr gilt auch heuer mein expliziter Dank allen Bäuerinnen und Bauern, die freiwillig ihre Einkommensergebnisse für den Grünen Bericht zur Verfügung stellen sowie allen Mitgliedern und Expertinnen und Experten, die dazu beigetragen haben, dass der Grüne Bericht in der gegebenen hohen Qualität vorgelegt werden kann.

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