Der Grüne Bericht gibt eine detaillierte Darstellung der Situation der heimischen Land- und Forstwirtschaft. Im Jahr 2009 gab es mit minus 28 Prozent einen dramatischen Rückgang im Bauerneinkommen. Daher ist es erfreulich, dass im vergangenen Jahr wieder Zuwächse von 20 Prozent zu verzeichnen waren. Diese Zuwächse reichen allerdings nicht aus, um den vorhergehenden, massiven Einbruch zu kompensieren.
Die Bäuerinnen und Bauern brauchen aber ihr Einkommen, um die von der Gesellschaft gewünschten Auf-gaben erfüllen zu können. Unsere Bäuerinnen und Bauern stellen qualitativ hochwertige Lebensmittel her, pflegen die heimische Kulturlandschaft und produzieren erneuerbare Energie. Das gibt es nicht zum Nulltarif und das muss der gesamten Gesellschaft auch etwas wert sein. Die Herausforderungen für die Landwirtschaft werden dabei immer größer: Klimawandel, globales Bevölkerungswachstum, mehr Bedarf an Agrarrohstoffen und Lebensmitteln, starke Preisschwankungen und zunehmende Billigkonkurrenz sind nur einige davon.
Zu all dem kommen nun die sehr grundsätzlich und heftig geführten Diskussionen um die nächste Finanz-periode 2014 - 2020 der Europäischen Union. Dabei gibt es Begehrlichkeiten von allen Seiten, Agrarmittel sollen gekürzt werden, Einsparungsforderungen liegen am Tisch. Ich kämpfe mit vollem Einsatz, dass unsere Bäuerinnen und Bauern weiterhin mit ihrer zukunftsträchtigen Arbeit Gewinner sind, nicht Verlierer.